Mein Austauschjahr in Canada mit "Tagebuch" und Bildern zum "miterleben".

Saturday, September 23, 2006

Schulwoche Nr. 3 oder: Shopping, Fun & Beach Dance

Hello everyone !

Hope everything is fine over there in good old Germany and that you had a good start at school after the summer.

So, eine weitere Woche ist rumgegangen hier in Belleville, Canada, und sie st wirklich schnell vergangen bei den mittlerweile schon alltäglich gewordenen, vielen Schulaufgaben.
Letzten Samstag war ich mit Tatjana, der anderen dt. Austauschschülerin von Nicholson, in der Quinte Mall shoppen; wir haben unsere Beach Dance Outfits herausgesucht. Abends war ich mit meiner koreanischen Freundin Sang bei "Boston Pizza" essen und danach im Kino "Famous Players", wo wir nochmals auf Tatjana und ihren Freund Matt gestossen sind.
Am Sonntag war ich in der 12 o'clock Messe. Ich werde langsam besser im Gebete auf Englisch sprechen etc. Das meiste kann man wirklich wortwörtlich vom Deutschen übersetzen...
Ansonsten habe ich eben für die Schule gelernt. Abends bin ich mit Marisa für Cross Country trainieren gegangen, was mir nicht so gut getan hat: Sehnenentzündung. Konnte deshalb diese Woche nicht mittrainieren. Am Dienstag ( Montag sind ja alle internationalen Schüler bei den Niagara Fällen ) trainiere ich aber wieder mit, weil am Freitag unser 1. Wettkampf in Kingston, ca. 1 Autostunde von hier entfernt, stattfindet. Am Montag war dann ein ganz gewöhnlicher Schultag. Abends hab ich mich dann doch dazu überwunden ins Balletttraining zu gehen trotz Muskelschmerzen, hab aber dann nach 30 Minuten aufgehört, weil es zu sehr wehgetan hat.
Auf Dienstag hatten wir in Englisch einen "Passage Commentary", eine Gedichtsanalyse + -interpretation, über ein Gedicht von dem Dichter Pablo Neruda aus Chile zu schreiben. In Biology haben wir unser Quizz zurückbekommen: 20/20 - 100% ! :-)
Könnt euch ja vorstellen, dass ich mich sehr gefreut habe. Aber nicht, dass wir nach dem Quizz eine Pause bekämen: Report about Trans Fats bis Donnerstag, ein Lap Report about Nutrition bis nächsten Dienstag und ein angekündigter "Unit Test", eine 75 minütige Arbeit über das gesamte Kapitel, nächsten Donnerstag...(no further comments..)
Nach der Schule hatte ich dann zum 1. Mal School Band Probe. Also die Leute, die da mitspielen sind alle sehr nett, aber die Musik vom Schwierigkeitsgrad her doch relativ einfach soweit. Hoffe, das wird wenigstens noch ein bisschen schwerer..Wir sind nicht sehr viele- vielleicht so an die 20, also wirklich eher eine Band, die aber fast jeden Stil spielt: Jazz, Orchester, Pop ...
Am Mittwoch war der große Beach Dance Ticket Sale in der Mittagspause in der "Front Hall": eine unendlich lange Schlange stand vor dem kleinen Tischchen, an dem die Veranstaltungs-AG die buntbedruckten Tickets für $12 - wenn man ein sogenanntes "can good", Dosenfutter, mitbrachte $10 - verkaufte. Jeder Schüler durfte einen Gast von einer anderen Schule auf seinen Namen mitbringen; ich habe Rachel, die dt. Austauschschülerin von St. Theresa, mitgenommen. Nach der Schule bin ich zu Sang nach Hause gegangen und habe auf Einladung ihrer Mutter bei ihr zu Abend gegessen: Koreanisch !! Endlich wieder mal koreanisches Essen ! Lecker, lecker kann ich da nur sagen :) Obwohl meine Gastmom hier auch wirklich gesund und gut kocht - no junk food which is good for me. :)
Mittwoch Abend bin ich noch ziemlich lang an meinem Biology report about trans fats gesessen. Hier müssen die Schreibaufgaben, von denen es wirklich massig viele gibt jede Woche, immer auf PC getippt mit "front page", Titelseite, und zusammengetackert abgegeben werden - hochoffiziell. Naja, am Donnerstag war dann endlich der große Tag: BEACH DANCE !!! :)
Den ganzen Tag konnte man in der Schule schon die Vorfreude bei allen spüren ( ich kenne 3 Leute, die nicht hingegangen sind, der Rest - und das sind schon viele - war da ), obwohl wirklich fast die ganze Schule mit Erkältung rumläuft ( ich bin selbst erkältet ). Meine Gastfamilie und ich sind alle erkältet und die Tempos machen die Runde...
Unsere Vorfreude wurde für kurze Zeit gerübt als wir in der 2nd period World History von unserem Lehrer Mr. Bunton erfuhren, dass wir am Dienstag und Mittwoch eine Arbeit über alles, was wir bis jetzt drangenommen haben, schreiben würden ! Ja, ihr habt richtig gelesen: 2 Tage ! Hier geht ja eine "normale" Arbeit schon 75 min., also 1 Schulstunde hier, aber Geschichtsarbeiten und manche bestimmten Arbeiten gehen hier wohl auch 2 Tage lang, sprich es gibt einen 1. Teil, der 75 min. + Lunch Break 50 min. geht und am nächsten Tag einen 2. Teil, der wieder genauso lang geht !! Rechnet euch selbst zusammen wieviele Stunden das insgesamt sind...
Wünscht mir Glück. Es ist wirklich viel Stoff ( Karl Marx, Columbus und die Indianer, Howard Zinn und seine historiographischen Vorstellungen, Friedrich Engels etc. ).
Nach der Schule bin ich erst noch zu Sang und hab ihr dabei geholfen, ein Outfit für den Beach Dance aus ihrem Kleiderschrank zu finden und bin dann gegen 4 nach Hause.
Sarah, eine Freundin von Gillian, meiner Gastschwester, und mir, ist dann auch gekommen gefolgt von vielen anderen Mädels. Gegen 6 Uhr war das Haus voll von ca. 20 Mädchen in Beachklamotten und Make-Up Set oder Lockenstab in den Händen. Emma, Rachel und ich sind um 8 zur Schule gefahren. Die Veranstaltung fand in unserer "Prodivence Gym" statt, die für diesen Abend nicht mehr wieder zu erkennen war mit ihrer Beach-Deko und einer riesigen Diskokugel an der Decke. Es war wirklich ein voller Erfolg für diejenigen, die den Tanz veranstaltet haben und der Unterschied zu Deutschland: Es tanzt wirklich ohne Ausnahme jeder - egal wie gut oder schlecht...... :) Allerdings war die Party schon um 11 Uhr aus, was mit Gesetz zu tun hat etc. War ein echt lustiger Abend, jedoch mit dem Preis, dass Gillian und ich am nächsten Morgen bzw. Mittag als wir aufgestanden sind überhaupt keine Stimmen mehr hatten und noch erkälteter waren als zuvor schon. Jetzt laufen wir beide mit Husten und ziemlich tiefen Stimmen ( immerhin wieder Stimmen ) rum. Warm ist es hier auch nicht mehr sonderlich; heute ist ja Herbstanfang und es wird zunehmend windiger hier. Ansonsten habe ich gestern nicht mehr viel gemacht außer lernen. Heute hatte ich von 1 -3 p.m. Probe für das Musical unserer Church community St. Joseph, das am Oct. 15 stattfindet. Hier in den Kirchen während den Gottesdiensten gibt es immer jemanden, meistens High School Mädchen, der in Begleitung der Orgel oder des Klaviers die Lieder mit Mikro singt, damit die Leute besser mitsingen können, die die Lieder nicht so gut kennen. Das mache ich auch als "Back-up", wenn gerade mal niemand kann, so ca. 1 Messe pro Woche ( es gibt eine Messe Samstag 5 p.m., und Sonntags jeweils eine um 9, 10.30 und 12 in the morning ), weil ich das als Sozialstunden abrechnen lassen kann ( brauche noch ca. 70 ).
Heute Abend gehe ich vielleicht mit Tatjana aus, mal sehen. Muss noch genug Schularbeiten vorbereiten für nächste Woche. Am Montag gehen wir, die internationalen Schüler von Belleville und Trenton, einer Nachbarstadt, die Niagara Fälle besichtigen und bekommen deshalb schulfrei für den Tag :)
Ich stelle euch dann mal eine Fotoselection zusammen von allem, was ich bis jetzt so gemacht habe hier und stelle sie hier auf die Homepage.

Also dann, enjoy your Sunday tomorrow and have a good next week at school or work !

Lots of love,

Eure Cola

Saturday, September 16, 2006

2. Schulwoche gemeistert ... ^^

Hey everybody !

How are you all ? Did you enjoy your last week of the summer ?

Diese Woche war wieder sehr ereignisreich für mich ( hab jetzt rausgefunden, wie man Umlaute auf dieser Tastatur macht ). Letztes Wochenende hatte ich viel Spass mit meinen neugewonnenen Freundinnen Emily und Sarah ( freitags ) und Emma und Sang ( samstags ). Der Film "Step Up" war wirklich gut. Am Sonntag habe ich dann so ziemlich den ganzen Tag ( vormittags war ich in der Kirche ) Hausaufgaben gemacht und gelernt für Quizzes ( eine Art Kurztest, der je nach Fach so ziemlich jede Woche stattfindet ) in Biology und Maths. Am Montag war nach der Schule wie immer Cross Country Training. Nach dem Dinner bin ich mit Dick und Rachel, der anderen deutschen Austauschschülerin hier in Belleville, die aber auf die St. Theresa High geht, zur Quinte Ballet School gefahren und habe dort mit ihr einen Probeballettkurs mitgemacht. Es war relativ anstrengend, hat aber sehr viel Spass gemacht; also haben wir uns hinterher entschlossen uns bei der Schule anzumelden. Jeden Montag von 7-8.15 p.m. Dienstag in der Mittagspause hatten wir ein Band Meeting von der School Band für alle Interessierten. Das ist ein echt lustiger Verein hier - scheint, als wären die hier echt gut, denn sie sind für dieses Schuljahr wirklich schon sehr ausgebucht ( Konzerte in der Schule, in der Stadt zu bestimmten Anlässen wie "Music Monday" und das Highlight im Frühling ein Auftritt im kanadischen Disney Land namens Wonderland ).
Nach Cross Country wartete wie immer der Hausaufgabenberg auf mich und ein "Familienhighlight": House, eine Mysteryserie hier, jeden Dienstag war "on". Die ganze Familie versammelte sich vor dem TV und schaute gespannt die neue Folge. :) Ich sammle nun auch Sozialstunden durch Nachhilfe hier : ich helfe meiner kleinen Gastschwester Marisa in French. Ich hab jetzt ca. 80 h, brauche also noch 70 bis Mai übernächsten Jahres. Mittwoch war wieder ein ganz normaler Tag. Gestern, Donnerstag, war ein anstrengender Tag, weil wir Senior Girls ( Grad 11 -12 ) vom Cross Country Team einen 6km-Lauf hatten.. habe knapp 20 Minuten gebraucht, was einigermassen akzeptabel war. :) Abends habe ich, nachdem ich nochmal alles in Biology und Maths für die Quizzes durchgegangen bin, versucht so früh wie möglich ins Bett zu kommen. Heute morgen war ich trotz einigermassen genug Schlaf ziemlich müde von der Woche. Die ersten 2 Schulstunden gingen relativ langsam vorbei. Meine Englischlehrerin Mrs. McGrath war heute nicht da, hat uns aber genug Aufgaben fürs Wochenende gegeben ( 1 "passage commentary" über ein Gedicht als Vorübung für unser Abschlussexamen in Englisch nächstes Schuljahr, selbst ein Gedicht schreiben über ein persönliches Ding in unserem Zimmer - was auch immer das für einen Grund haben mag - und wir sollen uns über Pablo Neruda, den berühmten Dichter aus Chile, informieren ). In World History geht es im Moment um Karl Marx und seinen Freund Friedrich Engels - es ist wirklich interessant mitzubekommen wie sie hier die Schüler über das damalige Geschehen in Europa lehren. Heute zum Beispiel hat unser Geschichtslehrer Mr. Bunton, dessen Frau aus Deutschland ist und somit auch fliessend Deutsch spricht, über den "Weltgeist", den world spirit. Bin mal gespannt, was sie hier so über Hitler und das Dritte Reich erzählen, sobald wir dahin kommen; das wird so ungefähr ums Halbjahr sein. In der Mittagspause habe ich mit meinen koreanischen Freundinnen Sanghi, Yena und Suyon gegessen; Emma war als einzige Nicht-koreanerin auch dabei. Danach sind Yena und ich noch zu unserem Mathelehrer Mr. Whalen gegangen, um ihn nochmal wegen einer Aufgabe für das Quizz zu fragen. Hier ist das Schüler-Lehrerverhältnis wirkich vorbildlich in fast allen Fällen. Die Lehrer sind meistens in ihren Klassenzimmern ( hier ist es anders herum: die Schüler laufen von Klassenzimmer zu Klassenzimmer. Jeder Lehrer, nicht die Schüler, haben ihr Klassenzimmer, da es ja hier ausschliesslich nach Fächerwahl geht ) bis ca. 1 -2 h nach der Schule und man kann jeder Zeit in die sogenannten Homerooms der Lehrer gehen und sie in vielen Belangen um Hilfe bitten etc. was ja aber an meiner alten Schule, dem GTO ( für diejenigen, die nicht auf dem GTO sind ), ja auch schon verhältnismässig ziemlich vorbildlich abläuft, finde ich. :)
Das Biology Quizz ( wir machen gerade Cells & Nutrition, also alles Stoff, den wir letztes Jahr schon durchgenommen haben, allerdings läuft das hier alles in einem doppelt so schnellem Tempo ab als bei uns, da hier ja nach jedem Semester die Kurse gewechselt werden, sodass man am Ende des Jahres 8 verschiedene Fächer belegt hat - 4 pro Semester; sprich, die machen in einem halben Jahr, dadurch, dass wir jeden Tag ganze 90 Minuten das gleiche Fach haben, den Stoff von einem Jahr in Deutschland durch ) war soweit nicht schwer. Die Ergebnisse werden hier nich wie in Deutschland mit der Arbeit, dem Test oder dem Quizz ( 3 Stufen : Quizz ( Kurztest, ca. 15-30 min. ), Test ( Test über eine ganze Unit, also ein allgemeines Kapitel, ca. 60 min. ) und Arbeiten, hier Exams genannt ( über das vergangene Halbjahr, offiziellex Examen, das von ausgewählten Lehrern aus Ontario korrigiert wird, ca. 90 -120 min. ) diese gibt es alle halbe Jahre; hier gibt es 2 Zeugnisse, die wirklich als Zeugnisse gelten, jedes Halbjahr; das eine nicht weniger wichtig bzw. 'zählend' als das andere. ) herausgegeben, sondern im Internet unter der Homepage der Schule veröffentlicht, aber natürlich nicht namentlich, sondern jeder Schüler bekommt einen Code und unter diesen Codes kann man dann nachschauen, welche Note bzw. Prozentzahl ( 0-100 %) man bekommen hat. Mathe war schwerer als Bio. Die sind hier ein ganzes Jahr schneller als wir, zumindest diejenigen, die im IB sind. Ich musste viel nachholen, habe ja aber auch schon in Deutschland damit angefangen. Ich hoffe, dass ich ein gutes Ergebniss haben werde, bin gespannt. :) Anfang/Mitte nächsten Monats kommen hier die ersten Vierteljahreszeugnisse heraus, welche nicht mehr als Informationen sind, hauptsächlich für diejenigen, die noch einen Lernmotivationstritt brachen. ;)
Nach der Schule hatte ich wieder Cross Country - war zwar anstrengend, weil es heute recht warm war und über den Tag auch wieder trocken ( die letzten 2-3 Tage waren eher regnerisch und kühl ), aber ansonsten gut. In 2 Wochen Freitag haben wir unser 1. Meet in Kingston, die nächstgrössere Stadt hier, ca. 1h von hier entfernt. Vor ein paar Tagen habe ich auch eine andere deutsche Austauschschülerin, die auch aufs NCC geht, kennengelernt. Sie ist jetzt schon das 2. Jahr hier, macht aber kein IB, sondern belegt normale Ontario-Level Kurse. Sie möchte hinterher wieder nach Deutschland und dann dort studieren, hat aber auch das 13. Jahr "gespart". Mit ihr habe ich mich auch ein bisschen angefreundet und wir gehen morgen zusammen einkaufen in die City Mall für das upcoming event hier an der Schule : den BEACH DANCE! :) Das ist ein extra-Kapitel : Also im Allgemeinen ( für diejenigen, die mich wegen der Schulatmosphäre gefragt haben, ob es denn so ähnlich sei wie in den Hollywood Highschool Filmen Highschools so dargestellt werden ) könnte man schon sagen, dass es ein bisschen so ist wie in den Filmen, ein bisschen weniger "abgedreht" vielleicht, aber ansonsten. Ich werde wahrscheinlich mehr darüber sagen können nachdem ich nächste Woche auf dem 1. sogenannten Dance hier war. ;) Es gibt schon so diese Gruppen wie "the Asians ( hauptsächlich die Chinesen )", "the dollies" ( die Mädels, die in der Highschool rumlaufen wie die Barbiepuppen ), "the athletes" ( die meistens Jungs, die totale Sportsfreaks sind ) etc. Aber es ist nicht so, dass sie sich allesamt total anfeinden. In der school cafeteria sieht man dann so, wer mit wem an welchem Tisch sitzt etc. Auf jeden Fall haben wir in NCC nächste Woche Donnerstag den Beach Dance - das Event für die meisten hier in der Schule - vor allem wie es scheint aber für die Dollies ;). Man geht Outfits einkaufen, hört in der ganzen Schule nichts anderes als "kommst du auch zum Beach Dance ??" etc. Bin mal gespannt. Ich gehe mit Tatjana ( der dt. Austauschschülerin hier ) und Rachel ( von der St. Theresa, die ich als Gast mitbringen werde; jeder Schüler darf einen Gast mitbringen von einer Nachbarschule ) hin. Das Event findet in unserer Providence Gym statt, in der es an diesem Abend extrem heiss sein soll. Ich werde auf jeden Fall Bilder machen. Dieses Wochenende gibt es auch ein Event an der Schule : das 1. Girls Basketball Tournament diese Saison. Es hat heute angefangen und geht bis morgen Abend. Bis jetzt sind unsere Mädels gut im Rennen : 47-15 gewonnen das 1. und bis jetzt einzige Spiel heute gegen die gegnerische Schulmannschaft. Es gibt ein Senior Girls Basketball Team ( Grade 11 -12, in Einzelfällen auch jünger ) und ein Junior Girls Basketball Team ( Grade 9 -10 ). Die Senior Girls sind letztes Jahr bis zu den Ontario Championships gekommen. Basketball ist hier an der Schule DER Sport. Jede Schule hier hat so "ihren" Sport. St. Theresas Sport z. B. ist Ice Hockey. Ansonsten habe ich das Wochenende über nicht mehr viel vor. Vielleicht gehe ich morgen Abend nachdem ich mit Tatjana ( alle sagen hier Tatty ) shoppen war mit meinen koreanischen Freundinnen essen oder ins Kino oder so. Mal sehn... ich muss ja noch das English passage commentary schreiben und für Biology einen Report about Trans Fats. In den Naturwissenschaften bekommt man pro Semester ca. 3-5 reports zu schreiben, die stark in die Note einfliessen. Es kommt mir fast so vor wie eine Minidoktorarbeit für die Schule vor, vergleichbar mit den Seminarkursen in Deutschland, nur in Miniform. Hab also diesbezüglich noch genug zu tun. Werde Euch nächstes Wochenende schreiben, versprochen. Ich werde ein langes Wochenende haben, denn am Donnerstag Abend ist Beach Dance, Freitags ist Schule Frei, weil Gesamtlehrerkonferenz ist, dann ist Wochenende und am Montag darauf machen alle International Students hier in Belleville und Trenton ( ein kleiner Nachbarort ) einen Ausflug zu den Niagara Falls !!! Das wird bestimmt schön ! Schule frei ! ;) Aber ich berichte Euch mehr darüber nächstes Wochenende. Jetzt werde ich mich mal an meinen Biology report machen.

Wish you a good start in school next week and have a nice week-end, you all !!
Thanks for emailing me so often and sorry for always letting you wait so long, but as you can read, I'm pretty busy over here. :) Trying my best.

Miss you all lots !

Eure Cola

PS : Liebe Grüsse auch an die Mitarbeiter der Organisation, mit der ich hier bin, ec.se ! Rachel, Tatjana und ich verbringen hier echt eine wunderbare, wenn auch sehr beschäftigende, Zeit in Belleville !!

Friday, September 08, 2006

1. Schulwoche

Hello everyone !

How are you all on the other side of the globus ? Hope you guys are all fine. :)

Puh, die 1. Schulwoche wäre dann mal geschafft ! Es war alles, obwohl ich die Schule ja schon einmal besichtigt habe, ganz neu und ungewohnt, aber sehr, sehr aufregend.
Montag war ja hier Feiertag "Labor Day", also weder Schule noch Arbeit. Ich hab meinen Schulranzen gepackt etc. .. nichts besonderes geschehen. :)
Am Dienstag war dann mein "1. Schultag", an dem ich mich wirklich in gewisser Weise wie ein Schulanfängerkind gefühlt habe. Jeder hat hier sein eigenes Schliessfach, das grösser ist, als wir: länglich und recht schmal. Hier hat man für jedes Fach ( sind ja nur 4 pro Semester ) einen grossen Ordner, dementsprechend gross sind auch die Schulränze..
Die Schule hat 4 Stöcke, ist aber recht übersichtlich, wenn man sich erstmal in den Gängen zurechtgefunden hat. :)
Normalerweise gibt es hier ja nicht dieses Klassensystem, sondern es ist wie in der Oberstufe in Deutschland: jeder wählt seine Fächer und die Klassen werden zusammengestellt. Aber im IB Program sind die Wahlmöglichkeiten so begrenzt, dass man fast immer zusammen in einer Klasse sitzt. Als ich am Dienstag in mein 1st Period room gegangen bin und meine ganzen Sachen bis aufs Englischzeug in meinem locker verstaut hatte ( no backpack in the classrooms and no food, just water ), war ich erstmal eine Weile alleine, weil ich recht früh dran war. Mrs. McGrath, meine Englischlehrerin kam nach einiger Zeit herein, begrüsste mich sehr freundlich und zeigte mir schon einmal die Bücherliste, auf der alle Bücher waren, die wir dieses Semester noch lesen werden ( 6 Stück !!! ). Im Moment behandeln wir poems, also sprich Gedichtsinterpretation, und das auf Englisch ! Aber nach einiger Zeit mit Wörterbuchhilfe komme ich nun ganz gut mit englischsprachigen Gedichten klar. In meiner IB Class ist auch noch ein anderes koreanisches Mädchen namens Yena, die aber mit ihren Eltern zusammen vor 5 Jahren hierher gezogen ist. Die Stunden gehen hier so ziemlich genau 1,5h mit ca. 10 Minuten Pause zum ans locker gehen, um Sachen für die nächste Stunde rausholen, das nächste Klassenzimmer suchen. 2. Stunde war im 3rd Floor bei Mr. Bunton World History - vorraussichtlich mein schwerstes Fach - nicht schwer zum verstehen, aber die Quote der IB Students worldwide, die eine 7 ( höchstnote ) im abschlusszeugnis bekommen, war seit es IB gibt noch nie höher als 3 % ( !! ). Es gab 1 Schülerin auf Nicholson, die das geschafft hat, das war letztes Jahr, und die hat 1 Klasse übersprungen, hat an allen Club & Social activities teilgenommen, Sportsteams geleitet und ein $ 10,000 Stipendium für ihr Studium in den Vereinigten Staaten vom Staat bekommen. Also ich bin mal auf unseren ersten Test gespannt ( noch nicht in Aussicht ). In World History sind Grade 12 and Grade 11 Students gemischt, weil wir Grade 11 nächstes Jahr French haben und die letztes Jahr French hatten. Nach der 2nd Period ist Lunch Break für ca. 1 Stunde. Yena hat mich noch 2 anderen koreanischen Schülerinnen, die auch beide hierhergezogen sind mit ihren Familien vor 4 oder 5 Jahren, vorgestellt. Mit ihnen habe ich zusammen die Mittagspause verbracht. Hat mal ganz gut getan nach über einer Woche wieder mal koreanisch zu hören und zu sprechen. :)
3. Stunde war dann Biology bei Ms. Woodland angesagt, eine sehr nette Lehrerin. Die Biology Class ist die grösste Klasse, weil es nicht nur ein IB Kurs, sondern auch ein University Kurs für Nicht-IBler ist. Sie teilte uns unsere Bücher aus ( riesig, dick, klotzig ) und erklärte uns kurz unseren Lehrplan für dieses Semester. 4. und letzte Stunde hatte ich Maths bei Mr. Whalen, der uns gleich 2 riesige, schon von aussen schwierig aussehende Bücher austeilte.
Ich war nach dem 1. Schultag reichlich müde und geschafft. Homework en masse gleich am 1. Schultag. Aber die Leute waren alle offen und nahmen mich wie selbstverständlich in ihre Clique auf ( Raffaelle, Yena, Sarah, Jillian, Riley, Heather, Chris, Alex, Adrian, etc. ). Man merkte aber gleich, dass es trotz des Faktes, dass nicht alle Schüler streng katholisch sind, eine catholic school ist. Jeden Morgen vor dem Unterricht stehen alle auf zur kanadischen Nationalhymne "Oh, Canada" und danach wird entweder aus Briefen des Papstes vorgelesen, oder an besondere Tage in der Bibel erinnert durch die Lautsprecher. Vor der Mittagspause - wieder durch die Lautsprecher - wird gemeinsam Tischgebet gesprochen nach den morgendlichen "Announcements", von denen man erfährt, wann Sportsteams trainieren, sich Clubs treffen etc.
Nach der Schule bin ich dann mit einem der berühmten yellow school buses nach Hause gefahren. Ich war so müde, dass ich nach dem Abendessen gleich ins Bett bin. Mittwoch hatte ich meine Uniform immer noch nicht, aber ich bekam sie dann in der letzten Stunde. Ich habe eine ganz nette Schülerin, die in meinem Geschichtskurs ist und Emma heisst, kennengelernt.
Hausaufgaben gab es wieder reichlich. Als ich zu Hause ankam, habe ich mich gleich an die Hausaufgaben gemacht, bin aber trotzdem erst um 9 Uhr abends fertig geworden ( besonders Geschichte ist immer genug ). Gestern, Donnerstag, konnte ich endlich meine Uniform zur Schule tragen; sie passt ganz gut und sieht wirklich nicht schlecht aus: Rock, Poloshirt lang und kurz in weiss oder navyblau, navyblaue, ärmellose Weste zum übers Polot-shirt ziehen und grüner Pullover für den Winter - natürlich alles an der linken Brust mit dem Schulwappen und -logo versehen ( NCC für Nicholson Cathlic College ). Nach der Schule sollte das Cross Country Team trainieren - 4 km von der Schule bis zur St. Joseph Church und wieder zurück für Grade 11 und 12 Schüler. Es hat echt Spass gemacht, weil ich mit Jillian, einem Mädchen aus meiner IB Class, zusammen gelaufen bin. Abends dann wieder nach dem Abendessen an die Hausaufgaben und dann müde ins Bett. Heute war dann endlich der letzte Schultag vorm wohlverdienten Wochenende. Gillian, meine Gastschwester, war eine der Organisatoren des Grade 9 ( unterste Stufe der High Schools hier ) Welcome Fun Days, der nach dem Lunch stattfand. Ich hatte leider Unterricht währenddessen und so haben wir uns einen Film über Zellen angeschaut in Bio und remainder theorem und synthetic division in Maths durchgenommen. Heute war der Lauf nach der Schule mit dem Cross Country Team etwas anstrengender, weil es wärmer war und es nicht so viele, schattengebende Bäume auf dem Weg gab. Fürs Wochenende haben wir wieder mal mehr als genug Hausaufgaben aufbekommen. Heute Abend gehe ich mit Emily, Sarah und Sophie aus zum Essen und danach ins Kino ( ich hab noch keine Ahnung welcher Film ). Die anderen aus meiner Familie sind auch alle ausgegangen. Morgen gehe ich mit einer koreanischen Freundin aus der Grade 12 und Emma, ebenfalls Grade 12 in ein neueröffnetes Café und danach in den Film Step Up, ich weiss nicht, ob der in Deutschland schon läuft, aber der soll wirklich gut sein - ein Tanzfilm. Ansonsten werde ich wohl lernen müssen und weiter fürs Cross Country Team trainieren, weil die Saison nur sehr kurz ist ( 6 Wochen ) und wir bald unser 1. Meeting ( Turnier, an dem alle High Schools in der Stadt, also ca. 5 oder 6, teilnehmen ) haben.
Also dann, ich muss mich fertig machen für heute Abend.

Enjoy your weekend, you all !

Eure Cola

Sunday, September 03, 2006

Sunday

Hi everyone !

Tut, mir Leid, ich weiss, dass es ne Weile her ist, dass ich Euch geschrieben habe, aber die letzten Tage war einfach so viel los.
Am Donnerstag Abend war ich auf dem letzten Fussballspiel der girl rep league Belleville ( Gillian spielt in der Mannschaft ) mit Dick, Kathy und Marisa. Sie haben leider verloren gegen die Aelteren, aber das Spiel war ganz gut. Freitag war ich mit Marisa zusammen in der grossen Shopping Mall und habe meinen Schulranzen, Schulschuhe ( Vorschrift : schwarz oder braun, kein sichtbares Logo ) und Turnschuhe fuers Dauerlaufteam unds Joggen gekauft. Die Malls hier sind wirklich gross. Belleville hat aber nur eine richtig grosse Mall und ansonsten ist noch in der Naehe unseres Wohnblocks eine Art kleine Mall called the Plaza. Dort ist auch die Bank, von der ich meine sogenannte Convenience Card habe. Abends war dann das grosse, eigentlich zum Thanksgiving traditionelle Turkey Dinner als Abschiedsessen fuer Rylend, der am Samstag, also gestern, sein neues Zimmer auf dem Campus von der McMaster University in Hamilton, einer Unistadt in der Naehe der Niagara Falls, bezogen hat. Kathys aeltere Schwester Gina kam auch zum Essen; sie wohnt in Toronto und ist nach dem Essen weiter nach Kingston (ca. 1 Stunde mit dem Auto) gefahren, wo ihre Mutter lebt. Das Essen war echt super lecker. :)
Gillian ist danach noch auf die End-of-season rep soccer party gegangen und hat dort geschlafen. Ich war nach dem Essen und Aufraeumen hinterher so muede, dass ich sofort ins Bett bin und durchgeschlafen hab bis 9.30 a.m. samstags. Bin grad noch rechtzeitig aufgewacht, um Rylend zu verabschieden, der mit Dick, Kathy und seiner Freundin Alexandra nach Hamilton gefahren ist. Der Abschied fiel besonders der juengsten Schwester Marisa schwer, die mit Gillian und mir zusammen nicht mitkommen konnte, da kein Platz mehr im Auto war. Wir haben dann, waehrend die anderen weg waren und Gillian bei der Arbeit ( Ferienjob bei Kelly's, einem Supermarkt ) war, Grossputz im Haus gemacht. Als wir danach eine Runde Joggen gehen wollten, weil ich vor allem meine neuen Schuhe ausprobieren wollte, sahen wir, dass es in Stroemen regnete. Das war der 1. Regen, den ich hier in Canada erlebt habe. Im Uebrigen regnet es im Moment immer noch genauso stark. Morgen soll es wieder besser werden.
Gillian hoert immer um 7 p.m. auf zu arbeiten, und da es immer noch aus allen Wolken stroemte und sie keine Jacke, geschweige denn Schirm dabei hatte, beschlossen wir, sie zu Fuss abzuholen. Als wir wieder zu Hause ankamen zu dritt, waren wir alle drei, trotz Regenschirme und Regenjacken, nass von Kopf bis Fuss. Gillians Freundin Sarah kam dann noch zum Abendessen auf Einladung vorbei - wir haben selbst Pizza gebacken, war lustig. :) Sarah ist die Erste, die ich nun kenne, die auch im IB Program drin ist, und somit ueberall in den gleichen Klassen ist wie ich. Bin ziemlich erleichtert, dass ich jetzt jmd. kenne, der auch in denselben Klassen ist wie ich. Wir haben dann noch den Film 'Friends with Money' angeschaut auf DVD; weiss jetzt nicht genau, wie der Film auf Deutsch heisst, auf jeden Fall spielt Jennifer Aniston in ihm und der Film war einer der seltsamsten Filme, die ich je gesehn hab. Ueberhaupt keine Handlung irgendwie. Naja...
Heute morgen bin ich erst um 10.30 a.m. aufgewacht und nach dem Fruehstueck bzw. Brunch sind wir dann in dei 12.00 p.m. Messe gegangen in der St. Joseph's Catholic Church ganz in der Naehe unseres Wohnblocks. Kirche hier ist etwas anders als in Deutschland: Kuerzer, unterhaltsamer und natuerlich noch ungewohnter fuer mich. Alles auf Englisch, Vater Unser etc. In jeder Bank gibt es jeweils 2 Exemplare von verschiedenen Buechern: 2x das Gesangsbuch und 2x ein kleines Buch, in dem jedes Sonntagsdatum am oberen Rand der jeweiligen Seite steht und die Gebete und Psalme, die gesprochen werden. Sind also jedes Mal die gleichen an jedem Sonntag des darauffolgenden Jahres. Werde das "Our Father" noch lernen muessen fuer das naechste Mal, auch wenn man es in dem kleinen Buch ablesen kann.
Im Moment bin ich alleine zu Hause, weil Dick wieder Vorbereitungen in der Schule treffen ist und Kathy mit Gillian und Marisa in die Mall gefahren ist. Ich habe jetzt alle Schulsachen, die ich brauche, deshalb bin ich lieber zu Hause geblieben. Ich hoffe, dass meine Uniform bald kommt, denn ich moechte auch nicht die ganzen naechsten Wochen in der Schule in Zivilkleidern rumlaufen, woran man unschwer erkennen kann, dass ich 'an international student' bin. Selbst die meisten International students haben ihre Uniform schon, weil sie frueher angekommen sind als ich.
Ansonsten wird heute nicht mehr viel los sein, denke ich. Vielleicht gehe ich mit Sarah ins Kino; sie meldet sich noch bei mir. Gillian geht zu ihrem Freund Kurt, der hier "KÖÖRT" ausgesprochen wird. :) Mich nennen sie hier alle "CEROOUUULLA". :) Hab mich aber mittlerweile schon daran gewoehnt.

Also dann, machts gut !
Have a nice week ! In Canada ist morgen Feiertag: Labor Day.

Eure Cola